Was ist Selbsthypnose?

Bei der Selbsthypnose ist der Hypnotiseur und der Hypnotisierte eine Person – und zwar zeitgleich. Sie selbst übernehmen bei der Selbsthypnose die Rolle des Hypnotiseurs und nehmen dadurch Einfluss auf Ihr Unterbewusstsein.

Sie können so recht gute Erfolge erzielen. Damit das Ganze funktioniert, muss man erst einmal in einen anderen Bewusstseinszustand kommen – in Trance.

Um sich noch selber leiten zu können, kann das Bewusstsein nicht so sehr eingeschränkt werden – die Tiefe der Trance kann also nie so weit gehen, wie bei Fremdhypnose.
Fast alle Suggestionen jedoch, die eine „Langzeitwirkung“ haben sollen, benötigen keine tiefe Trance. Es genügt oft eine leichte bis mittlere Trance, die auch mit Selbsthypnose einfach zu erreichen ist.

Unbewusst wenden die meisten Menschen im täglichen Leben immer wieder eine Art Selbsthypnose mit Suggestionen an, um sich z. B. auf bestimmte Situationen vorzubereiten und zu motivieren.

Zur Kommunikation benutzen Sie Suggestionen. Suggestionen sind Formulierungen, um einen Menschen zu beeinflussen.
Alle Worte mit dem Ziel, eine bestimmte Veränderung oder Wirkung zu erzielen, werden Suggestionen genannt.
Suggestionen, die Sie sich selbst geben, werden als Autosuggestion oder Selbstsuggestion bezeichnet.

Ist Selbsthypnose Magie?

Hypnose und Selbsthypnose sind nichts Mystisches und haben auch nichts mit Magie zu tun. Diesen Ruf erlangte die Hypnose, weil auf Bühnen oft versucht wird, dieses Klischee zu untermauern, um den Showeffekt zu verstärken.
Es handelt sich einfach nur um eine Form der Tiefenentspannung, in der eine Kommunikation mit dem Unterbewusstsein möglich wird.

Um die Selbsthypnose zu nutzen, benötigt man keine besonderen Voraussetzungen oder Vorkenntnisse. Auch die Räumlichkeit ist nicht von all zu großer Bedeutung.
Sie benötigen lediglich die angeborene Fähigkeit, sich entspannen zu können. Damit sind Sie bereis in der Lage, sich immer wieder selbst in Trance zu bringen.
Es gibt auch nahezu keine ungewollten Nebenwirkungen. So kann die Selbsthypnose in fast allen Fällen sehr sicher durchgeführt werden.

Den Zustand der Selbsthypnose kann man ggf. vergleichen mit dem Zustand des Autogenen Trainings. Während beim Autogenen Training jedoch oft monatelange Übung erforderlich ist um einen entsprechend tiefen Entspannungszustand zu erreichen, geht dies mit der Selbsthypnose oft schon nach nur wenigen Tagen, manchmal reichen auch schon Stunden.

Die Selbsthypnose ist zwar keine direkte Heilmethode, aber sie unterstützt jeglichen Heilungsprozess, da ein ausgeglichener Geist und ein entspannter Körper das Immunsystem bei weitem besser mobilisieren können. Eine ausgeglichene Person ist außerdem weit weniger anfällig für Krankheiten

Anwendungsgebiete der Selbsthypnose

Die Anwendungsgebiete der Selbsthypnose sind sehr vielfältig. Als praktische Lebenshilfe ist die Selbsthypnose beinahe überall einsetzbar.

Nachstehend folgen einige allgemeine Anwendungsgebiete, jedoch können Sie die Möglichkeiten im Grunde genommen unbegrenzt erweitern:

  • Förderung des positiven Denkens und besserer Lebenseinstellungen
  • Selbstvertrauen gewinnen und Selbstwertgefühl steigern
  • Hilfe bei Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche
  • Individuell richtige Ziele setzen und konsequent verwirklichen
  • Stressbewältigung
  • Leistungsfähigkeit und Motivation erhöhen
  • Aufgaben und Probleme des Alltags leichter und selbstsicherer bewältigen
  • Nervosität, Gereiztheit, Unruhe, innere Spannungen
  • Schlafstörungen
  • Unsicherheit, Schüchternheit, Hemmungen
  • Lampenfieber bei Reden, Vorstellungsgesprächen und öffentlichen Auftritten
  • Reduktion von Übergewicht und andauernde Gewichtskontrolle
  • Entwöhnung von Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol
  • Depressive Verstimmungen
  • Hilfe zur Bewältigung von Angstzuständen
  • Schmerzlinderung
  • Monatsbeschwerden
  • Stärkung des Immunsystems
  • Sensibilisierung aller Sinne (auch 6. Sinn)
  • Schnarchen (sofern kein medizinisches Problem vorliegt)
  • Ausfiltern von unangenehmen Geräuschen, wie z. B. Tinnitus